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  • 08. Juli 2016

Das Land Nordrhein-Westfalen investiert massiv in die Schulen

Landtagsabgeordnete fordern von Stadt Dortmund Digitalisierungsoffensive für Schulen in sozial schwierigem Umfeld
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat das Programm „Gute Schule 2020“ vorgestellt. In den kommenden vier Jahren sollen zwei Milliarden Euro in die Sanierung und Ausstattung der Schulen in Nordrhein-Westfalen fließen.

In Dortmund finden die Pläne der Landesregierung ein positives Echo. Die Dortmunder SPD-Landtagsabgeordneten Nadja Lüders, Gerda Kieninger, Armin Jahl und Guntram Schneider äußerten sich am Donnerstag zu den Plänen.

„Unsere Schülerinnen und Schüler sollen eine Umgebung vorfinden, die zum Lernen anregt“, erklärt Armin Jahl. „Die Schulen können die Mittel beantragen, um Schulgebäude und Klassenzimmer zu sanieren und auszustatten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der digitalen Ausstattung der Schulen.“

So wäre es zum Beispiel möglich, die Mittel für den Einbau neuer Fenster, Sanitäranlagen oder von WLAN einzusetzen oder für die Anschaffung neuen Mobiliars, von Computern oder elektronischen Whiteboards. „Wir müssen die jungen Menschen auf die Herausforderungen der Digitalisierung und der Arbeitswelt 4.0 vorbereiten“, so Jahl weiter.

„Jetzt ist es Aufgabe der Stadt Dortmund, ein Konzept zu entwickeln“, fordert Guntram Schneider. „Bis 2020 stehen landesweit jährlich 500 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt sollte es nicht verpassen, Mittel aus diesem Topf mitzunehmen.“ Das Land werde während der Sommerpause die Förderkonditionen erarbeiten.

Gerda Kieninger sieht den Bedarf vor allem „in Schulen in einem schwierigen sozialen Umfeld. Hier wollen wir investieren, um optimale Lernbedingungen zu schaffen und somit die Chancengleichheit für Kinder aus armen Familien herstellen.“

Der Vorschlag der vier Abgeordneten: Die Stadt Dortmund müsse eine Digitalisierungsoffensive aufsetzen, das einen Schwerpunkt auf die digitale Ausstattung in Schulen in einem benachteiligten Umfeld legt. Hierzu müsste die Stadt einen Sozialindikator für seine Schulen schaffen, um zu ermitteln, wo Schülerinnen und Schülern geringe soziale Aufstiegschancen haben. Das Programm ließe sich sehr gut mit dem Projekt Nordwärts verknüpfen.

Dass Kinder und Jugendliche eine wichtige Zielgruppe der rot-grünen Landespolitik ist, zeigen die Zahlen. „Seit 2010 hat das Land Nordrhein-Westfalen 170 Milliarden Euro in Kinder, Familie und Bildung investiert. Das ist etwa jeder dritte Euro aus dem Landeshaushalt“, sagt Nadja Lüders. „Das Programm ‚Gute Schule 2020‘ soll die Kommunen bei der Investition in ihre Schulinfrastruktur unterstützen“, führt Nadja Lüders aus. „Wir lassen die Kommunen mit dieser wichtigen Aufgabe nicht allein.“ Viele Kommunen seien aufgrund ihrer schwierigen finanziellen Lage oft nicht mehr in der Lage den Sanierungsstau an ihren Schulen ohne fremde Hilfe abzubauen.